Realisierbarkeit und Akzeptanz von telemedizinischen Beratungen bei Schmerzpatienten

  Gruppe von vier Menschen neben einem Bildschirm mit einer virtuellen Person UKA, Klinik für Anästhesiologie

Hintergrund

Die Häufigkeit von chronischen Schmerzen liegt in einem Bereich von 10% bis 30% in Deutschland, Tendenz steigend. Chronische Schmerzen sind ein weitverbreitetes Problem, das in der Regel aufgrund der körperlichen Einschränkungen der Patienten, der geographischen Distanz von der Schmerzspezialistenbehandlung, der wirtschaftlichen und pädagogischen Einschränkungen unbehandelt bleibt. Wartezeiten für Schmerzspezialistenbehandlungen betragen oft 6 Monate, auch wenn die Leistungen geographisch verfügbar sind. Das wachsende Feld der Telemedizin bietet neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Schmerzbehandlung durch Schmerzspezialisten.


Trotz der zunehmenden Beliebtheit sind Beweise für die Akzeptanz und Wirksamkeit von Telemedizin im Schmerzmanagement noch begrenzt. Aus diesem Grund forderte die Bundesärztekammer im Jahr 2015 zur Untersuchung der Akzeptanz von Telemedizinmethoden bei Ärzten und Patienten auf.

Ziele

Ziel dieser Studie ist es, die Machbarkeit, die technische Leistungsfähigkeit und die Patientenakzeptanz eines entfernten Präsenzsystems (Face to Screen) im Vergleich zu einer konventionellen Beratung (Face to Face) während der Behandlung von Patienten mit chronischen und perioperativen Schmerzen zu beurteilen.

Methoden

Es werden zwei Patientengruppen bestehend aus etwa 120 Teilnehmern untersucht (Gruppe 1: chronische Schmerzpatienten, Gruppe 2: postoperative Schmerzpatienten). Beide Gruppen erhalten telemedizinische Beratung (Face to Screen), ausgenommen eine zusätzliche (Kontroll-) Gruppe, die konventionelle Beratung (Face to Face) erhält. Alle Gruppen werden nach Rücksprache mit einem standardisierten papierbasierten Fragebogen befragt. Die Befragung konzentriert sich auf die Akzeptanz der Befragten in Bezug auf Technologie und Telemedizin im Allgemeinen und insbesondere auf telemedizinische Beratung. Zusätzlich werden etwa 10 Patienten und Ärzte sowie andere Forscher interviewt (strukturiertes Interview mit Leitfaden). Darüber hinaus werden die Ärzte, die eine telemedizinische Beratung durchgeführt haben, auch mithilfe eines standardisierten Fragebogens befragt.

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Michael Czaplik

Oberarzt und Sektionsleiter Medizintechnik

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